Studie: Pelletheizungen schonen Klima und Geldbeutel

Hohes CO2-Einsparpotenzial bei Einfamilienhäusern

Laut einer aktuellen Studie lassen sich die jährlichen Heizkosten eines Einfamilienhauses von etwa 2.500 Euro auf rund 650 Euro reduzieren. Dabei können mehr als zehn Tonnen umweltschädliches Kohlendioxid (CO2) eingespart werden, wie das Salzburger Institut für Raumordnung & Wohnen (SIR) in seiner Untersuchung nachweist.

Im Rahmen der von der EU mitfinanzierten Fallstudie wurden verschiedene Sanierungsmöglichkeiten für ein typisches Einfamilienhaus der späten 70er Jahre geprüft. Die energietechnische Analyse des 250 Quadratmeter großen Hauses ergab einen jährlichen Gesamtwärmebedarf von 115 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Das Haus wird aktuell mit einer Ölheizung beheizt, die rund 3.900 Liter Heizöl extraleicht pro Jahr verbraucht. Aus Klimaschutz- und Nachhaltigkeitssicht wäre eine Sanierung der Gebäudehülle in Verbindung mit dem Einbau einer Holzpelletheizung optimal, so das Ergebnis der Untersuchung. Die jährlichen Heizkosten ließen sich so auf ein Viertel reduzieren. Aber auch ohne die mit hohen Investitionskosten verbundene Sanierung können dank der kleinen Spanpresslinge Heizkosten gesenkt und CO2-Emissionen fast vollständig vermieden werden.

Zwar bieten sich mit Gas- oder Öl-Brennwertkesseln und Luft- oder Erdwärmepumpen verschiedene Heizsysteme als Alternative zu einer Pelletheizung an. Wärmepumpen empfehlen sich laut der Studie des SIR jedoch nur, wenn auch eine umfassende Sanierung der Gebäudehülle erfolgt. Der Grund: Die Effizienz der Wärmepumpen ist bei schlecht gedämmten Gebäuden nur gering. Die Radiatoren benötigen sehr heißes Wasser, um ausreichend zu heizen. Außerdem werden Wärmepumpen mit Strom betrieben, dessen Bereitstellung meist mit zusätzlichen CO2-Emissionen verbunden ist. Die fossilen Energieträger Öl und Erdgas sind dagegen wegen ihrer schlechten Kohlendioxid-Bilanz und der stetig steigenden Brennstoffpreise nicht zu empfehlen. Konrad von Viereck, Sprecher der Initiative Pro Pellets (IPP), sieht die Vorteile von Holzpellets durch die Studie des SIR bestätigt: „Wer sowohl umweltfreundlich als auch kostensparend heizen möchte, trifft mit modernen Pelletanlagen die beste Wahl.“

 
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