Issler aktuell
Mit Licht gestalten
»Ein Haus ist nur bewohnbar, wenn es voller Licht und Luft ist.« Le Corbusier
Rund 80 Prozent der Umweltinformationen nehmen wir mit dem Auge auf. Im Durchschnitt verbringen wir jedoch 90 Prozent unserer Zeit in geschlossenen Räumen. Hier sind intelligente Lichtkonzepte gefragt, die die jeweilige Raumsituation und Nutzung miteinbeziehen.
Eine professionelle Lichtplanung gliedert jeden Raum in Bereiche. Vorher wird geklärt, welche Aufgaben die einzelnen Bereiche hinsichtlich ihrer Funktionalität und Emotionalität erfüllen sollen. Licht kann unsere Leistungsfähigkeit positiv beeinflussen, Ermüdung verringern und Konzentration fördern. Während es am Schreibtisch an genügend künstlichem Licht nicht fehlen sollte, sorgt eine indirekte Beleuchtung am Couchtisch oder beim Entspannen in der Badewanne für eine gemütliche Atmosphäre. Zu unterscheiden ist die Grundbeleuchtung, die den Raum gleichmäßig erhellt, und die Akzentbeleuchtung. Sie bietet dem Betrachter eine konkrete Orientierung und wird eingesetzt, um schöne Details der Architektur oder der Einrichtung hervorzuheben. Beleuchtung kann also den Blick des Betrachters lenken.
links: Direkte Beleuchtung bringt die Pendelleuchte George von Tobias Grau, ob an einem Empfangstresen im Büro oder am Familienesstisch zu Hause.
oben: Das Lichtregal aus dem Gera Lichtsystem 5 besteht aus einem oder zwei beleuchteten, tragfähigen transluzenten Glasböden. Die Rückwand lässt sich individuell gestalten und ermöglicht so die perfekte Integration in das jeweilige Möbel- und Wohnumfeld.
links: Die Stehlampe von Keuco bringt Licht und Design ins Wohnzimmer.
Als wirkungsvollstes Gestaltungsmittel kann Licht Räume verändern. Um die Raumhöhe optisch zu vergrößern, sollte für die Decke ein hellerer Farbton als für die Wände gewählt werden. Das öffnet den Raum nach oben. Deckenfluter unterstützen diese Wirkung. Soll der Raum hingegen an Weite gewinnen, sind helle Wände geeignet. Das Licht der Grundbeleuchtung sollte bei sehr hohen Räumen nur auf die seitlichen Wände gerichtet sein. So öffnet sich der Raum zur Seite und gewinnt an Weite.
Ob Kronleuchter, polierter Alu-Spot oder Papierkugel im 70er-Jahre-Flair: Die Auswahl an Lampen ist groß. Das Design sollte jedoch nicht das einzige Auswahlkriterium sein. Wichtiger noch ist die Funktion der Lampe im Raum. Lichtplaner helfen dabei, die richtige Leuchte zu finden.
links: Das Lichtprofil 1 von Gera ermöglicht eine hochwertige Beleuchtung für offene oder satiniert verglaste Fächer und Möbelnischen.
unten: Hängeleuchte Box von DecorWalther aus Chrom im edlen und zeitlosen Design.
Buchtipp:
Dominic Sacher zeigt ästhetische Beleuchtung anhand konkreter Entwurfsbeispiele. Ob Eingangsbereich, Wohnzimmer, Küche oder Terrasse – für jeden Bereich wird eine Vielfalt an Leuchten vorgestellt. Licht zum Wohnen, Callwey Verlag


